Von 1849 bis Heute
1849 gründet der Stahlgraveur Ferdinand Wagner eine sogenannte Estamperie-Anstalt, in der Grundformen von Ringen, Broschen etc. aus Edelmetallblechen hergestellt werden. Diese Halbzeuge werden anschließend in den Schmuckfabriken zu fertigen Pretiosen verarbeitet.
Ab 1890 entstehen unter der Leitung des Schwieger-
sohnes Adolf Rösch und dessen Sohn Adolf Rösch jun. erste Kontakte zur Brillenindustrie. Schnell wird diese zum bedeutenden Abnehmerkreis für verschiedene Halbzeuge, unter anderem auch den Walzgolddoublés.
Hierbei handelt es sich um einen Schichtwerkstoff, bestehend aus einer hauchdünnen Edelmetallschicht und einem unedlen Trägerwerkstoff.
Diese Technik zur Fertigung von Werkstoffkombina-
tionen wird von Ferd. Wagner besonders gefördert und begründet das Know-How in der Walz- und Ziehtechnik.
Anfang 20. Jahrhundert hat sich Ferd. Wagner mit mehr als 300 Mitarbeitern vom Handwerksbetrieb zum stattlichen Industrieunternehmen entwickelt als es im Februar 1945 fast völlig zerstört wird. Doch es gibt keinen Stillstand. Mit dem Wiederaufbau und Neubau der Gebäude werden alle Voraussetzungen für den späteren Erfolg geschaffen.
1967 übernehmen die Firmen Degussa AG und Doduco KG Ferd. Wagner und die Brillenindustrie als Haupt-
kundenkreis gewinnt immer weiter an Bedeutung.
1990 geht das erfolgreiche Unternehmen nach mehr als 20-jähriger Konzernzugehörigkeit schließlich wieder in Privatbesitz über.
